printable versions:  PDF version   MS Word version

 

Wladimir Antonow

NEUE UPANISHAD:
DIE STRUKTUR DES ABSOLUTES
UND DESSEN ERKENNTNIS

 
"Polus", 1999
ISBN 5-89455-005-1
© Antonow W.W., 1999

 

Übersetzung von Galina Nikolenko

 


 

Der Autor dieses Buches ist ein Biologiewissenschaftler, der sein Leben der Studie der immateriellen Formen des Lebens im Weltall widmete, der etwa dreißig Bücher zur Methodologie und Methodik der geistigen Vervollkommnung geschrieben hat, ein Theoretiker und Praktiker, der die unmittelbare Erkenntnis des Schöpfers in seinem Aufenthaltsort erlangt hat. Er berichtet in deutlicher kurzer und allgemeinverständlicher Form über den Weg seiner Realisierung, sowie über das volle Schema der mehrdimensionalen Struktur des Absolutes. Das Letzte wurde noch nie veröffentlicht.

Das Buch ist an alle Menschen adressiert, die nach dem Sinn der eigenen Existenz suchen, den Menschen, die darüber klar werden wollen, was Gott ist und wie es sich in diesem Zusammenhang zu leben gehört.

 


 

Inhaltsverzeichnis


Vorwort

Die Struktur des Absolutes

Über die Methodologie der Absoluterkenntnis

Und was führt uns zu Ihm?

Unser Lebenssinn und seine Verwirklichung

Über das Mönchswesen

Literaturverzeichnis

 

 

Vorwort

Unter dem Fachwort "Upanishaden" (in der Übersetzung aus dem Sanskrit heißt es Erkenntnis) versteht man kurze philosophisch-religiöse Werke althindischer Herkunft, in denen verschiedene Autoren ihre Gedanken über das Wesen des Göttlichen und über den religiösen Weg der geistigen Asketen äußerten. Diese Texte waren vor dem Eintreffen auf den indischen Boden des Avatars Krishna geschrieben worden. Sie bildeten — zusammen mit vier Veden — die Grundlage der philosophischen Richtung, die als "Vedanta" bekannt ist.

Sathya Sai sagt [15], daß insgesamt 1180 Upanishaden geschrieben worden waren. Der größte Teil von ihnen ist verloren gegangen oder infolge ihrer Minderwertigkeit und überflüssiger Schwierigkeit im Verständnis für die Leser vergessen worden. Zur Zeit sind davon 108 Texte erhalten geblieben, aber besondes bekannt sind nur 13 [15].

Indem man die altertümlichen Upanishaden studiert, sieht man die verschiedenen Niveaus der Kompetenz ihrer Autoren: einige hatten wirklich hohe geistige Leistungen, die anderen beschäftigten sich nur mit philosophischen "Spekulationen", "Jonglieren" mit den "Fachbegriffen" und Phantasien.

Von den ins Russische übersetzten etwa fünfzehn Upanishaden enthalten die Brahmanubhava — Kaivalya — Mundaka — und Svetasvara — Upanishaden die interessantesten Gedanken. Dem Autor der ersten Upanishaden war sogar die dreierlei Struktur des göttlichen Feuers von Brahman bekannt.

Die Autoren der altertümlichen Upanishaden hatten vier Quellen der philosophisch-religiösen Information:

— persönliche meditative Erfahrung (falls es sie gegeben hat),

— drei oder vier Veden, angefüllt von religiösen Märchen, die keine konkrete Information über den Schöpfer enthielten,

— persönliche Kontakte mit anderen Suchern nach der Wahrheit,

— schriftliche Quellen, d.h. die von anderen Autoren schon geschriebenen Upanishaden. Für die Upanishaden ist das Fehlen der deutlichen Bestimmtheit der in ihnen verwendeten grundlegenden Begriffe, solcher wie Brahman, Atman, Purusha, Absolut kennzeichnend: einerseits konnte jedes Fachwort in verschiedenen Bedeutungen angewendet werden, andererseits konnte ein und dasselbe Wesen durch verschiedene Wörter bezeichnet werden. Das schuf Schwierigkeiten für die Adepten der Vedanta bei der Ausarbeitung der logischen Methodologie der geistigen Sebstrealisierung (das kann in der Tätigkeit vieler Sekten hinduistischer Herkunft auch heutzutage nachgewiesen werden).

Die begriffliche Bestimmtheit und Harmonie der gesamten Konzeption wurde der Menschheit von dem Avatar Krishna in Bhagavad-Gita gebracht. Krishna hat erklärt, daß Ishvara (der Gott-Vater, der Schöpfer, der Höchste Purusha) existiert. Sein Wille wird durch den Brahman (den heiligen Geist, den Höheren Purusha) realisiert. Der Gott kann vor den Menschen als Avatar (der Gott-Sohn, Messias, Christus) erscheinen, indem er sich im menschlichen Körper als ein Teil von Sich Selbst verkörpert. Außerdem existiert die physische Substanz (Prakriti) und evolutionierende individuelle Seelen (kollektiv — Purusha). Es besteht noch Akasha, d.h. der diffuse Zustand von Prakriti und Purusha (Protoprakriti und Protopurusha), die das Material für die Schaffung der Materie und individueller Seelen darstellen.

Der Schöpfer befindet sich in der im Bezug auf die Welt der Materie tiefsten Schicht (Loka, Äon, Räumlichkeit) des mehrdimensionalen einheitlichen Absolutkörpers, einschließlich aller "gezeigten" (d.h. materiellen) Welten unzählbarer Galaxien.

Der Absolut ist ein Einheitlicher Universalorganismus von für die Menschen unüberschaubaren Dimensionen. Er ist mehrdimensional, d.h. besteht aus einigen Schichten (Loken).

Das Leben des Absolutes ist seine weitere Entwicklung, die Evolution, deren Mechanismus ist das qualitative und quantitative Wachstum des individuellen Bewußtseins (der Seelen-Jiva) — der Teile von Purusha — auf der Prakriti (Planetenmaterie) in den Körpern, die auch aus Prakriti bestehen. Die Seelen sollen sich qualitativ und quantitativ entwickeln, indem sie nach der Erlangung der Göttlichkeit, nach der Vereinigung mit Brahman und Ishvara streben. Diejenigen Seelen, die von diesem Pfad abweichen oder zurückgehen, verurteilen sich zu Leiden laut dem Karma — Gesetz (dem Gesetz der kausal — folglichen Zusammenhänge bei der Gestaltung der Schicksale).

Das sind die Hauptbestimmungen. Krishna hat in Bhagavad-Gita die Prinzipien der sittlichen Selbstvervollkommnung des Menschen dargelegt. Er hat unter anderen erklärt, daß ein notwendiges Element der Wechselbeziehungen des Menschen und Ishvara die emotionale Liebe — Ergebenheit zu Ihm sein soll. (Später unterrichteten und unterrichten es Jesus Christus, Chaitanya, Babaji, Sathya Sai und Andere [6,9]).

Aber diese Information ist nicht ausreichend für die volle Selbstrealisierung der erfolgreichen geistigen Asketen: die Vereinigung mit dem Schöpfer wird durch die meditative Praxis (im Grund Bhakti) und nicht anders verwirklicht.

Eben meditative Übungen lassen das individuelle Bewußtsein beweglich, raffiniert, groß, stark machen. Es besitzt dann die Fähigkeit, von Loka zu Loka bis zum Aufenthaltsort des Schöpfers durchzudringen, wo Er endgültig erkannt wird.

Dafür sollen die Asketen ein Schema, eine ausführliche Beschreibung des meditativen Weges (Pfades), eine "Karte" seiner Marschroute haben. Ohne sie ist es unmöglich weiterzukommen.

Früher hatte Gott "solche Karten" absichtlich nicht "veröffentlicht", denn die Anstrengungen der Sucher, die Überwindung der Schwierigkeiten der Suche entfalten sie, sowie auch den Autor dieses Textes, der nach etwa 25 Jahren der angestrengten Arbeit solche Karten aufstellen konnte.

Jetzt aber auf der Schwelle des dritten Milleniums nach dem Eintreffen des Avatars Christus auf die Erde, in der Krisenzeit für Rußland segnete mich Gott, sie zu veröffentlichen.

 

Die Struktur des Absolutes

Die Struktur des Absolutes

Anmerkung: Mit den Zeigern wird die Dynamik
der Prozesse im Absolut gezeigt.

 

Bei der Studie des aufgeführten Schemas ist es wichtig zu berücksichtigen, daß es nämlich die räumliche Mehrdimensionalität widerspiegelt. Deshalb bezeichnet das, was auf dem Papierblatt unten angeordnet ist, in der Tat das sich in der Tiefe, in den feinsten Loken Aufhaltende. Und alles, was sich auf dem Schema höher befindet, entspricht der zunehmenden Dichte (oder sogar Grobheit). Anders gesagt, die Richtung nach unten auf dem Schema bedeutet in der Realität die Richtung in die Tiefe des mehrdimensionalen Körpers von Absolut und die nach oben zu Seinen äußerlichen Schichten.

Man soll sich die Sektoren in der Tabelle nicht so wie die im Weltall existierende vorstellen; in der Wirklichkeit sind das keine Sektoren, sondern die Schichten der Mehrdimensionalität.

Es sei bemerkt, daß die Mehrdimensionalität mit den physikalischen Geräten nicht erforscht werden kann, denn sie können aus der materiellen Welt in die anderen Loken nicht hineingebracht werden. Das in den anderen Loken Existierende kann man nur durch das raffinierte durch die Methoden von Buddhi-Yoga entwickelte Bewußtsein des geistigen Asketen wahrnehmen, das fähig ist, von Loka zu Loka zu gehen.

Um mit der Sprache der materialistischen Wissenschaft zu sprechen, kann man sagen, daß alles, was sich in den nicht materiellen Loken befindet, hat Leptonwesen, es ist aber klar, daß solche Wörter selbst zu wenig bedeuten, um die in diesem Buch gestellten Probleme zu lösen.

Beginnen wir also mit der Betrachtung des Schemas von unten, aus der Tiefe der Mehrdimensionität.

In der Weltalleere existiert der verfeinerte energetische Zustand der tiefsten Absolutschicht-Ishvara (Gott-Vater, Schöpfer, Jehovah, Allah, Tao, Adibuddha: so oder auch mit anderen Namen wird Er in verschiedenen Sprachen genannt).

Auf dem Schema ist Sein Aufenthaltsort unten rechts über der Leere vermerkt.

Richten wir jetzt unser Augenmerk auf die vertikal durchgehende Linie. Das ist "der Spiegel", eine real den ganzen Absolut teilende "Membrane". Rechts von ihr (auf dem Schema) sind drei grundlegende ununterbrochen (ewig) existierende Grundbestandteile des Absolutes: Ishvara in Seinem Aufenthaltsort (um mit den Worten des Jesusschülers Philipp zu sprechen), und oben auf dem Schema sind die dichteren "Schichten" von Akasha-Loken Protopurusha und Protoprakriti. Diese drei Grundschichten werden auch als bzw. Cidakasha, Citakasha und Bhutakasha bezeichnet.

Links vom "Spiegel" sind auf dem Schema die Derivate von den Grundzuständen des Absolutes bezeichnet: Brahmaloken (des Höchsten Purusha), Loken von Purusha und Prakriti. Sie existieren nur in der Kalpa-Zeit in den "dargestellten Welten" des Universums — in den erscheinenden und später von der Akasha verschlungenen "Inseln" der Schöpfung. Beim Eintreffen "des Weltendes" (Pralaya) für jede solcher "Inseln" verwandelt sich ihre Materie in Protoprakriti; und individuelle Seelen (Jiven), die in ihrer Entwicklung durch eine Reihe von Verkörperungen die Vereinigung mit Gott, die Vollkommenheit d.h. die Gewinnung der Göttlichkeit nicht wollten oder nicht konnten — diffuseren zum Protopurushazustand.

Der höchste Purusha geht aber vom aktiven Feuerzustand über in den Ruhezustand im Aufenthaltsort des Schöpfers.

Alles, was auf dem Schema höher als "die erste Etage" des Absolutes dargestellt ist, ist der "Bereich der Tätigkeit von Brahman, die Welt von Brahman" (auf Sanskrit — Aparabrahman d.h. derjenige, der kein göttlicher Brahman ist).

Aparabrahman ist innen ganz vom feurigen Licht Brahmans durchdrungen. Deshalb sehen wir den Lichtkontrast an beiden seinen Seiten, wenn wir den Raum neben dem "Spiegel" untersuchen: das feurige Licht an einer Seite und das Fehlen des intensiven Lichtes an der anderen. Daher kommt die Benennung dieser "Membrane".

Wollen wir jetzt die linke Spalte auf dem Schema untersuchen. Sie spiegelt den Seelenzustand während der Kalpa wieder. Die Seelen, die nach dem Grad ihrer Feinheit oder Grobheit von verschiedener Qualität sind (im Sinne jener emotionalen Zustände, an die sie sich während der Verkörperungen angewöhnt haben), werden in den Schichten der Mehrdimensionalität verteilt. Die Schicht mit feinerer Energie (unten auf dem Schema) heißt Paradies, die gröbste Schicht (oben auf dem Schema) heißt Hölle. Zwischen ihnen liegt die Schicht der primitiven Seelen, die sich im Zwischenzustand der Anhänglichkeit an der Materie aufhalten. Diese Schicht wird öfter als "Astralebene" benannt.

Betrachten wir den Evolutionsprozeß der Seelen von Anfang an ausführlicher.

Wenn auf irgendeinem Planeten die Bedingungen für die Existenz der organischen Körper geschaffen werden (d.h. die den auf der Erde jetzt existierenden ähnliche Bedingungen), beginnt dort der Entwicklungsprozeß der Purusha — Teilchen, die sich aus Protopurusha bilden. Dieser Prozeß fängt in den Minerältragern an und wird dann in den organischen Körpern, die parallel mit der Seelenentwicklung evolutionieren, fortgesetzt. Das System des Stoffwechsels in den organischen Körpern ermöglicht die Umwandlung von Prakriti in die Purushaenergie. Das garantiert das quantitative Wachstum der Seelen.

Über bedeutende Willensfreiheit verfügend, evolutionieren verkörperte Seelen der in evolutionärer Hinsicht entwickelten Tierarten und um so mehr die der Menschen, indem sie dem Karmagesetz unterworfen sind.

Parallel geht die Entwicklung der geistigen Fähigkeiten, einige Menschen kommen zur Möglichkeit, bewußte geistige Selbstvervollkommnung zu beginnen. Die anderen bleiben "Materialisten", die sich nichts außer der Materie bewußt werden, die sich selbst für materielle Körper halten; ihre Lebensweise zeichnet sich im großen und ganzen vom Leben der Vertreter vieler Tierarten nicht aus.

Es gibt noch eine Seelenkategorie, die sich ans Leben in groben Emotionalzuständen gewöhnt hat, sie begibt sich in die Höllenloke, die auf dem Schema im oberen Teil links verzeichnet ist; das ist "die äußere Finsternis", um mit der Sprache des Neuen Testaments zu sprechen. Ihr Zukunftsschicksal bedeutet neue Verkörperungen unter "höllischen" Bedingungen auf der Erde oder die Zerstörung bis zu Protopurusha, bevor Kalpa noch zu Ende ist.

Dementsprechend kann man alle Menschen in drei Kategorien einteilen: die mittlere Gruppe sind "Materialisten", dann sind die dämonischen Menschen und die Menschen, die durch geistige Vervollkommnung eins mit Gott werden.

Die Hauptkomponente der geistigen Selbstrealisierung der Letzteren ist vor allem die Entwicklung des geistigen Herzens. Die optimale Leistung für solche erfolgreichen geistigen Asketen ist ihre Vereinigung (als Bewußtsein, Buddha) mit dem Höchsten Purusha oder sogar das Eindringen in den Aufenthaltsort des Gottes. Man muß sich zwar daran gewöhnen, in diesen Zuständen noch beim Vorhandensein des physischen Körpers zu leben. Diejenigen, die dabei erfolgreich sind, welche zum untrennbaren und unzertrennlichen Teil der Höchsten Formen des Göttlichen Bewußtseins geworden sind, erlangen die Fähigkeit, über die Materie zu walten, wie es Jesus Christus, Babaji und andere demonstrierten und jetzt David Copperfield und Sathya Sai demonstrieren.

 

Über die Methodologie der Absoluterkenntnis

Wir haben die Methodologie und Methoden des kürzesten Weges der geistigen Selbstrealisation in einer Reihe der früheren Ausgaben ausführlich behandelt. Deshalb werden wir uns jetzt mit der kürzesten Darlegung dieses Themas begrenzen.

Nachdem wir uns verkörpert haben, verbleiben wir unter der stetigen Beobachtung und Leitung des Gottes im Aspekt von Brahman (Heiligem Geist), der sich immer und überall einschließlich unmittelbar unter der Materie unserer Körper, in den feinsten Loken befindet und nicht irgendwo "dort", "weit" auf dem Himmel. (Das wird vielmals im Neuen Testament betont).

Bis zum Aufenthaltsort Gottes, wie Jesus Christus gesagt hat, ist der Abstand nicht größer als die Stärke des feinsten Papierblattes. Nichts geschieht mit uns, ohne daß der Schöpfer davon weiß.

Unsere Aufgabe ist anscheinend sehr einfach: nur zu lernen, gerade hier, wo sich der Körper befindet, in den Aufenthaltsort des Schöpfers zu kommen. Aber das Problem besteht gerade darin, daß nur Geheimwege dorthin führen, die Er nur Seinen würdigen Schülern aufdeckt, d.h. den ethisch reinen und feinen Seelen, die ihren großen aufrichtigen Wunsch zu Seiner Erkenntnis und zur Vereinigung mit Ihm bewiesen haben. Man muß in Ihn verliebt werden und unerschütterliche Beständigkeit der Liebe zu Ihm beweisen.

Was ist das Haupthindernis auf unserem Weg in die höchsten Loken? Krishna antwortete so: Lüsternheit, Zorn und Geiz — d.h. die Vorliebe für das Irdische (das Alltägliche) plus grobe emotionale Zustände.

 

Und was führt uns zu Ihm?

Die Entwicklung verschiedener Komponenten der Liebe in sich selbst plus Bewußtseinsverfeinerung plus richtig organisierte meditative Arbeit.

Das Grundprinzip, das für das erfolgreiche geistige Vorangehen notwendig ist, ist Karma-Yoga, das Dienen dem Gott durch die Hilfe den Menschen in allem, ohne persönliches Interesse an den Ergebnissen dieser Tätigkeit zu haben. Statt des persönlichen Interesses muß man das Interesses des Gottes verstehen und dem gemäß handeln. Wenn wir nach diesem Prinzip leben, entwickeln wir in uns die Hauptbestandteile der Göttlichkeit: Liebe, Weisheit, Kraft. So entstehen die besten Bedingungen für die Hilfe für uns von Gott.

Wie hilft denn Gott uns?

Erstens, hinterläßt er allen Menschen Instruktionen für das richtige Leben in den heiligen Büchern. Zweitens, wenn es notwendig ist, schickt er zu uns diesen oder jenen Geist oder läßt uns auf diesen oder jenen verkörperten Menschen treffen.

Drittens durch den Brahman führt, lenkt, belehrt Er selbst uns.

Wer ist Brahman? Wo ist er zu finden?

Wie ist er zu sehen, zu hören, zu fühlen?

Brahman bedeutet die Gesamtheit der Gotteserscheinungen, die aus dem Aufenthaltsort des Gottes kommen und sich im Zustand der Hilfe für verkörperte und nicht verkörperte Wesen befinden. Dazu kommen noch die Bewußtseinszustände der noch verkörperten Menschen (Mahatmen), die Einmütigkeit mit Brahman erreicht haben.

Brahman kann sich im Aspekt des Göttlichen Feuers in ganzem Weltall zeigen, aber er hat eine ständige Ausgeprägtheit in den Galaxien. Verschiedene Stufen Seiner Dichte sind immer innen und um die Planeten herum vorhanden. Sie bilden die feurigen Kerne, sowie dünnere Lichtschichten, die den Planetenmantel und — Rinde und noch dünnere Schicht über der Planetenoberfläche ausfüllen1.

Die Göttlichen Individuen kommen in die Loken von Purusha und Prakriti. Sie können dabei Ihren Zustand bis zu einem beliebigen Grad verdichten, damit die Bewohner der Loken Sie leichter wahrnehmen. Die Brahmanschen Individuellen Erscheinungen des Gottes sind ehemalige Menschen, die Göttlichkeit erreicht haben Sie können sich neben den Körpern der Menschen zeigen und dabei ständige Ausdehnung Ihres Bewußtseins schaffen, die durch die Loken hindurchgeht. Sie können z. B. Ihre gigantische anthropomorpheme Gestalten (Mahadoublen) bilden. Mit den Göttlichen Lehrern, die solche Gestalten übernommen haben, ist es ganz möglich, wie mit den sichtbaren Gesprächspartnern zu sprechen. Ihre Gesichter haben eine reiche Mimik, Sie zeigen und erklären mit Gestikulationen, Sie sprechen. Man kann Sie umarmen, sich mit Ihnen vereinen, in die Formen Ihrer energischen Körper kommen.

Die Göttlichen Lehrer können zu verkörperten Schülern als Mahadoublen beiderseits "des Spiegels" kommen.

Aus dem Aufenthaltsort kommt Huang Di zur Erdoberfläche durch die Loken der Akasha in durchsichtiger Mahadouble, während Sathya Sai und Ptahotep Ihre feurigen Mahadouble schaffen.

Die Göttlichen Lehrer stellen Ihre Mahadouble für die Auffüllung des Bewußtseins würdiger Schüler freudig zur Verfügung. Das ermöglicht den Schülern, sich möglichst schnell und leicht zu entwickeln, über den energischen Körper des Lehrers bis zur feinsten Loka kommend und dort in Paramatman einfließend. Das kann man am besten auf den speziellen "Stellen der Kraft" machen.

Im Prozeß des geistigen Wachstums soll ein Gottesschüler den Absolut persönlich in allen Loken erkennen, einschließlich beide Seiten "des Spiegels", von feuriger und nicht feuriger Seite.

Der Zutritt in den Aufenthaltsort ist sowohl aus dem Zustand des Feuers als auch aus der Loka Protopurusha möglich. Die zweite Variante ist vom Apostel Philipp als Durchgang durch die "Abschirmung", d.h. die Grenze zwischen der Loka Protopurusha und dem Aufenthaltsort beschrieben.

Welche Kriterien der Selbstprüfung sind möglich, um sich nicht bei der Bestimmung seines Aufenthaltsortes im mehrdimensionalen Absolut zu irren? Hier kann nur die entwickelte Fähigkeit zur Vision vom Bewußtseinsebenen helfen, d.h. des Bewußtseins des geistigen Herzens, das aus der Chakra Anahata des eigenen Körpers in die Tiefe des universalen Ozeans des Absolutes eintaucht.

Während wir uns auf solche Weise entwickeln, lernen wir verscheidende Dichten des Brahmanschen Feuers sehen, die sie in verschiedenen Loken zeigen. Die feinsten dieser Zustände sind dem Licht der eben aufgegangenen Sonne ähnlich. Unsere Aufgabe ist, zu lernen, dieses Licht zu sein.

Wenn wir die Loken der Akasha jenseits "des Spiegels" kennenlernen, erkennen wir dort zuerst den Ruhezustand, ähnlich einer lauen Sternennacht, noch tiefer — den "Zustand der Morgendämmerung" mit dem heller werdenden Himmel und noch tiefer — das endlose und ewige Bewußtsein von Ishvara.

Das Göttliche Bewußtsein ist die absolute Reinlichkeit. Nachdem Es durch "den Spiegel" auf die Seite des Schöpfertums gekommen ist, erwirbt es die Eigenschaften des Feuers oder des feinsten Lichtes. Das verfeinerte individuelle Bewußtsein ist rein und hell. "Astral" Seelen sind aber grau, und Hölleninsassen sind schwarz.

Der erfolgreiche Schüler Gottes bereitet sich zur vollen Vereinigung mit dem Paramatman2 vor, indem er seine eigene Atmische Energie Kundalini benutzt, die im besonderen energetischen "Behälter", der mit der Chakra Muladhara verbunden ist, aufbewahrt wird. Er vergrößert seine Anwesenheit und seine Selbstemptfindung im Atmischen Brahmanischen Feuer und wird zum Brahman.

Auf der Stufe der Entwicklung, wenn der Absolut dermaßen erkannt wird, wie es oben gesagt wurde, d.h. als der Schüler die höchste Loka erkannt hat und es gelernt hat, sich mit dem Paramatman zu vereinigen — wird die meditative Einstellung (Zielsetzung) "Es gibt nur Mich allein", die zur endgültigen Fixation des Advaita-Zustandes führt, d.h. die Vereinigung mit dem "Selbst" Gottes gebraucht.

 

Unser Lebenssinn und seine Verwirklichung

Die Evolution (die positive Entwicklung) des Universellen Bewußtseins, das als Gott genannt wird, geschieht durch die Verkörperung kleiner Teilchen Seiner Energie in materielle Körper und deren Entwicklung in diesen Körpern (auf den für das organische Leben günstigen Planeten).

Der Wachstumsprozeß jeder solchen energetischen Einheit fängt auf den Kristallgittern der Minerale an, wird dann aufeinanderfolgend in Pflanzen, tierischen und menschlichen Körpern fortgesetzt.

Auf der menschlichen Stufe der Entwicklung nach vielen erfolgreichen Leben in den menschlichen Körpern — bekommt jede solche energetische Einheit (Bewußtseinseinheit, die Seele), die eine Verdichtung der vernünftigen Energie darstellt, die Möglichkeit, sich mit seinem Schöpfer zu vereinen. Sie ergänzt und bereichert Ihn dabei. Deswegen schafft der Gott periodisch materielle Welten in verschiedenen Teilen des Weltalls.

Der Lebenssinn des Menschen besteht also in seiner bewußten Vervollkommnung (als Bewußtsein, Seele) nach den qualitativen und quantitativen Parametern mit der Absicht, die Göttlichkeit zu erlangen, den Schöpfer zu erkennen und sich mit Ihm zu vereinigen.

Der Schöpfer versorgt die verkörperten Menschen mit der Information darüber durch die Propheten und durch die Verkörperung in die menschlichen Körper der Bewußtsein derjenigen, die Vollkommenheit erlangt und sich mit Ihm vereint haben. Er leitet auch den Entwicklungsprozeß aller verkörperten Seelen durch den Brahman (den Heiligen Geist) und durch andere Geiste.

Der Schöpfer ist daran interessiert, daß sich Seinem Aufenthaltsort nur hochwürdige Seelen nähern. Die Vorbedingung zur Auswahl der Würdigen ist die Zuteilung der Wegwahlfreiheit an die Menschen Er beschränkt nur etwas die Freiheit der Fehlerverrichtung.

Auf den früheren Stufen der Menschenentwicklung in der Reihenfolge seiner Verwirklichungen kann sich der Mensch vervollkommnen durch die Verwaltung des eigenen Körpers, durch die Verschaffung für sich und für die anderen der Bedingungen für die materielle Existenz, durch seine Aktivität im Reproduktionsbereich. In folgender Stufe entwickelt er aktiv seine Intelligenz z.B. durch wissenschaftliche Kenntnisse und persönliches Schaffen in der Wissenschaft und in verschiedenen Produktionssphären.

Auf der höheren Stufe beherrscht er die esoterischen religiösen Kenntnisse und Vervollkommnungsmethoden. Dank den meditativen Übungen lernt er, in die feinere Schichten des mehrdimensionalen Alls zu kommen und sich dort zu fixieren. Die Abschlußstufe auf diesem Weg ist das Eindringen (das Ankommen) in den Aufenthaltsort des Schöpfers und die Vereinigung mit Ihm dort. Die Festigung dieses Statusses bedeutet die Vollendung der persönlichen Evolution der individuellen Seele.

Der Schöpfer ist Einheitlich, weil Alle, die sich mit Ihm vereinigt haben, verbleiben in ursprünglichen Äon im gemeinsamen gelösten Zustand und jeder empfindet sich als Einheitliches Universelles "Ich". Es gibt im Aufenthaltsort des Schöpfers keine individuellen Seelen.

Solche Vollkommenen Seelen können die geistige Hilfe den verkörperten Menschen weiter leisten, indem Sie Ihre Teile in der Welt der Schöpfung individualisieren. Sie helfen den verkörperten Menschen, wenn Sie im unverkörperten Zustand handeln, oder sich in den menschlichen Körpern verwirklichen. In verschiedenen Sprachen nennt man Sie verschieden — Messias, Christen, Avatars. Sie sind mit dem Gott-Vater (Ishvara) und dem Heiligen Geist (Brahman) einig. Die bekanntesten von Ihnen sind auf der Letzten Stufe der Erdevolution Huang Di, Krishna, Jesus Christus, Gautama Buddha, Babaji, Sathya Sai Baba. (Die Analyse Ihrer Lehren kann man in den Büchern [6,9] kennenlernen.)

Die Vorbedingung zum Start auf dem ernsten geistigen Weg besteht in der Annahme der Konzeption der Liebe durch den Menschen. "Gott ist Liebe" — diese grundsächlichste Formel hat Jesus Christus auf der Erde deklariert. Sie wird von unserem zeitgenössischen Avatar Sathya Sai in seinen Predigten ständig wiederholt und erklärt.

Aus dieser Formel folgt insbesondere, daß wir uns allmählich in unerschütterliche Liebe umwandeln sollen, um in uns das Göttliche zu entwickeln und uns wegen unserer Liebe zu Ihm dem Schöpfer zu näheren.

"Die Umwandlung sich selbst in die Liebe" — dieser Aufruf bekommt konkrete Bedeutung bei der wissenschaftlichen Erkenntnis der Natur des menschlichen Organismus und Methoden seiner Vervollkommnung. (Ausführlich darüber sieh in den Büchern [4,5,7,8]). Um das zu verstehen, muß man folgende Grundsätze (Thesen) annehmen:

Der verkörperte Mensch ist kein Körper, sondern ein Bewußtsein (die Seele), das im Körper lebt und vorübergehend mit dem Körper verbunden ist.

Emotionen sind Bewußtseinszustände.

Die Organe, die für die Emotionen verantwortlich sind Chakren (keinesfalls Kopfgehirn). Chakra Anahata (das geistige Herz), das sich in der Brust befindet, ist z.B. für verschiedene Nuancen der Liebesemotion verantwortlich. Das geistige Herz, das innerhalb des Körpers vollständig formiert wurde, füllt die ganze Brusthöhle aus. Die Entwicklung dieses Organs kann bei den dazu vorbereiteten Schülern durch spezielle psychisch-energetische Methoden schnell und leicht verwirklicht werden3.

Viele weniger wesentliche Details ausschließend, kann man sagen, daß die weitere Entwicklung des Menschen auf seinem Weg zur Vereinigung mit dem Schöpfer vor allem in dessen Wachstum als geistiges Herz besteht. Zuerst geschieht dieses Wachstum (die Ausdehnung) im Umfang des physischen Körpers, dann in seiner Umwelt, später umfaßt das geistige Herz unseren ganzen Planeten im Aspekt "des Bewußtseins der Erde" und wächst in den feineren Loken in den Maßstäben der Galaxis und dann des Weltalls weiter.

Die Selbstentwicklung als geistiges Herz ist eben die einzige Möglichkeit der unmittelbaren Annäherung zum Schöpfer, dessen Erkenntnis und der Vereinigung mit Ihm.

Wir haben schon die These berührt, daß die positive Evolution des individuellen Bewußtseins in zwei Grundrichtungen geschieht: qualitativ und quantitativ.

Über den quantitativen Aspekt haben wir eben gesprochen, es ist das Wachstum der Größe des "Energieklumpens" (der "Verdichtung") der individuellen Seele von der winzigen Größe bis zu den kosmischen Ausmaßen. Es ist gar nicht schwer, diesen Wachstumsprozeß zu verwirklichen, wenn man entsprechende Kenntnisse und Methoden beherrscht. Das sind die Meditationen an den speziell für jede Einweihung ausgewählten "Kraftstellen" und andere Methoden. Es kann ein oder zwei Jahre und weniger dauern.

Viel komplizierter ist aber die Gewährleistung der qualitativen Vervollkommnung der Seele. Sie besteht aus drei Komponenten: ethischem, intellektuellem und der Verfeinerung.

Die ethische (sittliche) Komponente meint den vorsichtigen, sorgsamen und mitfühlenden Umgang mit allen Formen des evolutionisierenden Lebens, einschließlich Pflanzen, Tiere, Menschen. Die Verursachung des Leidens den Tieren und deren Tötung wegen der Befriedigung egoistischer Verfressenheit, wegen der ebenso lasterhaften Laune, sich in Pelz — und Ledererzeugnisse zu bekleiden — das ist unvereinbar mit der echten Liebe, mit den Ansprüchen auf den geistigen Fortschritt.

Die ethische Selbstkorrekur des Menschen bedeutet die vollkommene Tilgung durch ehrliche Reue und Selbstkontrolle des Potentials zur Bekundung aller seelischen Eigenschaften, die dem Liebesprinzip nicht entsprechen: d.h. des Zornes in verschiedenen Formen, der Gewaltsamkeit, des Hochmuts, der Eitelkeit, der egoistischen Sexualität und anderer Äußerungen des menschlichen Egozentrismus.

Im Gegenteil, der Mensch soll in sich auf jede Weise Liebe, Sorgsamkeit, Zartheit, Bereitschaft zu geben und nicht zu nehmen, Selbstaufopferung für den Evolutionsprozeß der anderen anerzichen.

Die ethische Komponente der Menschenentwicklung meint auch die Formierung der Liebe zum Schöpfer, der Ergebenheit zu Ihm, den allmählichen Wechsel vom Egozentrismus zum Gotteszentrismus. Zuerst muß man darüber klar werden, was Gott ist. Durch viele Stufen der Einweihung in die meditative Techniken und deren Beherrschung erkennt der Mensch allmählich immer feinere "Schichten" des mehrdimensionalen Absolutes und lernt, sich mit dem dort weilenden Bewußtsein zu vereinen. So gelangt er zur tiefsten "Schicht" — zum Aufenthaltsort des Schöpfers und schließt sich Ihm an ähnlich dem Tropfen, der in den grenzlosen universellen Ozean des ursprünglichen Bewußtseins einfließt.

Auf diesem Weg begegnet der Mensch unvermeidlich vielen "Versuchungen" und erschreckenden Situationen, die von Gott geschaffen werden damit der Mensch Kontakt mit lasterhaften verkörperten Menschen und Geistern hat. Solche Proben können nur die Menschen mit hinreichender Lebenserfahrung und entwickelter Intelligenz bestehen.

Unter der Entwicklung der Intelligenz werden drei Komponenten gemeint: die Bereicherung des Wissens, die schöpferische Komponente und die Fähigkeit, wahrhafte und falsche Ansichten zu unterscheiden. Die Erlangung dieser Eigenschaften wird begünstig durch Ausbildung, aktive vielfältige soziale Tätigkeit als Hilfe für andere Menschen, durch das Studium der religiösen Erfahrungen vieler Schulen und Konfessionen sowie eigene praktische religiöse Erfahrung.

Es ist klar, daß noch psychogenetisch und ontogenetisch zu junge Menschen, die über keine hinreichende Lebenserfahrung in dieser Verwirklichung verfügen, intellektuell und ethisch nicht reif sind. Sie sind nicht imstande, auf den hohen Stufen des geistigen Weges zu bleiben. Sie geben bestenfalls die geistige Arbeit freiwillig auf, und schlimmstenfalls beteiligen sie sich an verschiedenen religiösen Entstellungen (Verirrungen) oder an "religiöser Spielerei".

Die gefährlichste Folge solcher religiösen Entstellungen kann die Psychopathologie nach der Art der Schizophrenie sein. Was die hohen geistigen Einweihungen betrifft, ist die passende Losung "Lieber weniger als zu viel zu geben!" angebracht. Bei der Geschwindigkeitsüberschreitung kann man gar leicht "vom Weg hinunterfliegen". Nur der göttliche Lehrer kann genau optimale Geschwindigkeit des Fortschritts für den Schüler bestimmen, die seinen realen Möglichkeiten entspricht.

Die dritte Komponente des qualitativen Aspekts der individuellen Seelenentwicklung ist die Verfeinerung des Bewußtseins. Die räumliche Dimensionen des mehrdimensionalen Absolutes werden nach dem Kriterium der Feinheit — Grobheit unterschieden. Sie sind dem diskreten Wellenbereich auf der Wellenskala ähnlich. Die feinste Schicht des universellen Bewußtseins ist gerade der Schöpfer. Das entgegengesetzte Ende dieser Skala ist der Aufenthaltsort von Dämonen und Teufeln; das ist die Hölle.

Die räumlichen Dimensionen sind gar keine mathematischen Abstraktionen, sondern für ein entwickeltes und verfeinertes Bewußtsein gut sichtbare Schichten. Die Grenzen zwischen ihnen sind so zu sehen, wie die zwischen dem durchsichtigen Öl und Wasser, die in ein Glasbehälter hineingegossen wurden.

Nach der Entkörperung kommt das individuelle Bewußtsein in die Schicht, zu deren Zustand es sich beim Leben im Körper angewöhnt hat. (Der Autor zeugt davon auf Grund der eigenen Erfahrung von zwei klinischen Todesfällen, die in seinem Buch [2] beschrieben sind.) Angesichts des sich mit jedem Tag nähernden Körpertodes muß man sich anstrengen, um alle groben emotionellen Zustände mit allen Kräften in sich abzuschaffen und die feinen und feinsten mit allen möglichen Mitteln zu pflegen. Das wird erreicht durch die Einstimmung auf die feinsten Zustände der lebendigen Natur, auf entsprechende Kunstwerke, durch die feinste Zartheit, deren Möglichkeit die harmonischen sexuellen Beziehungen und die Erziehung der Kinder schaffen.

Die schnelle Verwandlung des emotionalen Bereiches und die volle Kontrolle über seine Emotionen können nur die Methoden der Sebstregulierung gewährleisten, die auf der Arbeit mit emotiogenen Strukturen unseres Organismus — Chakren und einigen Meridianen beruhen. Eine der Systeme der psychischen Selbstregulierung wurde in unserer geistigen Schule ausgearbeitet und viele Jahre ausprobiert [2,7,8].

Es sei betont, daß der Mensch seinen Status im mehrdimensionalen Raum nur während des Aufenthaltes im verkörperten Zustand verbessern kann, denn die "Kristallisierung" der Bewußtseinsenergie (d.h. deren Anreicherung in jeder neu erschlossenen Loka) ist nur durch energietransformierender Strukturen des physischen Körpers möglich.

 

* * *

 

Die Kraft des Bewußtseins ("persönliche Kraft") des Menschen ist unmittelbar mit der Größe des "Klumpens" der Bewußtseinsenergie (sowie mit der Fähigkeit, sich mittels des Bewußtseins zu versetzen und zu handeln) verbunden. Das entwickelte Bewußtsein des verkörperten Menschen ist einer riesigen Amöbe ähnlich. Es kann seine Fangarme auf große Entfernungen frei ausstrecken, um dort die nötige Information zu bekommen und wenn nötig, einzuwirken. Es ist möglich, sich dorthin fast ganz zu versetzen, indem man nur einen geringeren Teil von sich selbst im physischen Körper läßt.

Auf solche Weise geschieht Diagnostik und Heilung aus großen Entfernungen. Der telepathische Kontakt wird auch nach diesem Prinzip verwirklicht, und gar nicht durch elektromagnetische Strahlung des Kopfgehirnes. Der Effektivität der Arbeit eines telepathischen Paares hängt von der Bewußtseinsgröße der Teilnehmer ab.

Der Mechanismus von "großen" siddhi (d.h. Dematerialisierung, Materialisierung, Levitation, Teleportation) kann dreierlei sein.

Die erste Variante ist die persönliche Einwirkung aus dem Aufenthaltsort des Schöpfers des sich dort aufhaltenden Bewußtseins (früher individuellen). Als Beispiele dafür seien die "Wunder" von Jesus Christus, Babaji, Sathya Sai, David Copperfield erwähnt.

Die zweite Variante. Gott schafft "Wunder" um einen würdigen Menschen herum, ohne sein Wissen manchmal. Der Zweck ist — die Aufmerksamkeit der ihn umgebenden Menschen zu seiner positiven Tätigkeit heranzuziehen und den Menschenverstand auf die Suche der Wahrheit, die außerhalb der materiellen Welt liegt, zu lenken Derartige Beispiele sind z.B. in der Autobiographie von Uri Geller beschrieben [10].

Es kommt aber vor, daß äußerlich ähnliche "Wunder" geschehen um die sich nicht dem Schöpfer annähernden Menschen. Das ist die Tätigkeit einiger starken Geister, die sich Zauberer "bedienen". Andere Beispiele solcher Art stellt in Hülle und Fülle die Erscheinung dar, die als "Poltergeist" bekannt ist.

 

* * *

 

In der Praxis unserer Schule führen wir die ganze Arbeit unter der Leitung der göttlichen Lehrer durch, der führende unter ihnen ist zur Zeit auf der Erde Sathya Sai. Wir sind bereit, unter ihrer Leitung, diese Kenntnisse und Fähigkeiten allen würdigen Menschen auf der Erde zu vermitteln.

Unser Programm schließt theoretische und ethische Komponenten ein, die man sich aus Büchern und Gesprächen aneignet. Es bestehl ausserdem aus ökologischem, abhärtendem und ästhetischem Unterricht, aus Unterweisung in Entspannungstechniken, Reinigungsprozessen und in der Entwicklung von Chakren und Grundmeridianen.

Schon in dieser Etappe erreichen die Menschen den besten Gesundheitszustand, sogar solche Krankheiten wie Krebs treten zurück.

Die extrasensore Fähigkeiten der Schüler werden entwickelt. Sie können diagnostizieren, heilen, unmittelbar (ohne Geräte) die gute und schlechte Energetik des Raumes bestimmen und die "Kraftstellen" entdecken.

Aber die höchsten geistigen Leistungen sind nur im Mönchswesen möglich...

 

Über das Mönchswesen

Gott hat mich auf die Notwendigkeit der Wiederherstellung der Tradition des richtigen Mönchswesens (in Form von Mönchsorden) hingewiesen. Es wird für Wenige geschaffen. Sie sollen die ausreichende Erfahrung der früheren Verkörperungen und ein hohes geistiges Potential haben, ihr Leben der geistigen Vervollkommnung und der Hilfe anderen Menschen gegenüber widmen. Sie haben auf diesem Weg schon große reale Erfolge erzielt.

Gott sagt, daß das wahre Mönchswesen nicht darin besteht, eine Uniform oder eine besondere Frisur zu tragen, an den Ritualen teilzunehmen und einen neuen Namen zu bekommen. Das alles ist nur religiöse Spielerei. Für Geld ist ein wahrer Mönchsstatus nicht zu erhalten, er kann nur durch Liebe und Hingabe Gott und durch eigene geistige Anstrengungen erlangt werden.

Das wirkliche Mönchswesen hat auch nichts mit einer parasitären Lebensweise gemeinsam. Das Schmarotzertum ist kennzeichnend für Pseudomönche in von den degenerierenden religiösen Strömungen.

Das Mönchswesen ist mit Alkoholkonsum, dem Rauchen und der Rauschgiftsucht, sowie mit der Ernährung durch getötete Tieren (Fleisch und Fisch) unvereinbar.

Das wirkliche Mönchswesen meint kein Zölibat (Sexabsage). Sex ist nicht zu verbieten oder gewaltsam zu vertreiben; die Lösung soll anders sein, er darf der geistigen Arbeit nicht schaden, auf sich die Aufmerksamkeit ablenkend. Die Aufmerksamkeit der Adepten soll dem Gott als Ziel und seinem Dienst durch die Hilfe den Menschen in ihrer Evolution völlig gewidmet werden.

Nur Adepten, die nebeneinander auf dem gemeinsamen geistigen Weg gehen, dürfen Ehepaare bilden.

Sex ist für einen beliebigen erwachsenen gesunden Menschen genauso natürlich, wie das Essen, Trinken und Schlafen. Aber Sex soll angemessen sein, wenn der Mensch den geistigen Progreß (Fortschritt) beansprucht.

Man kann sogar sagen, daß die harmonische sexuelle Erfahrung für die geistige Selbstrealisation auf den bestimmten Etappen des Weges sehr erwünscht ist; sie "startet" die Chakrenaktivität, begünstigt die Verfeinerung des emotionellen Bereiches, lehrt den sorgsamen Umgang mit dem anderen Menschen — dem wichtigsten Aspekt der Liebe.

Da es um den harmonischen Sex geht, darf es darin keinen Egoismus, keine Gewalt und Grobheit geben, man hat nur den Wunsch, seine Liebe dem anderen zu geben.

Außerdem darf Sex keinesfalls zum Selbstzweck werden, er darf das Streben zum Schöpfer nicht verdrängen, man muß lernen, Ihn wie seinen Hauptgeliebten wahrzunehmen.

"Gruppensex” und ähnliche Unterhaltungen, die in religiöse Form gekleidet werden und die unter den in die Religion spielenden Menschen üblich sind, sind auf dem wahren geistigen Weg nicht am Platze.

Das wahre Mönchswesen meint keinen "Abgang von der Gesellschaft", kein Klosterleben, sowie keinen Verzicht auf soziale Grundpflichten.

In wahrem Mönchswesen darf keine Segregation und Diskrimination nach den nationalen, geschlechtlichen und anderen Merkmalen sein. Der Patriotismus wird von dem Gott (dem Höchsten Pater) als Hinaufblicken zu Ihm und Vereinigung aller Seinen ergebenen (treuen) Schüler unter Seiner Leitung verstanden.

Das wahre Mönchswesen meint die volle Hingabe der bewußten Arbeit in Bahn der Evolution des universellen Bewußtseins. In der Tätigkeit jedes Mönches stehen auf dem ersten Platz in Übereinstimmung mit der Gottesabsicht unablässige Bemühungen in seiner Umwandlung (als Bewußtsein) den Menschen gegenüber, sowie die Hilfe den anderen Menschen in dieser Hinsicht. Die Formel der menschlichen Vervollkommnung wurde vom Gott durch den Avatar Babaji gegeben: "Wahrheit — Natürlichkeit (Einfachheit) — Liebe — Dienen dem Gott durch das Dienen den Menschen — die Vernichtung seines Egozentrismus wegen der Vereinigung mit dem Bewußtsein des Schöpfers" [6].

Den Erfolg auf diesem Wege kann man erreichen durch das Studium der historisch-geistigen Erfahrung der Völker Rußlands, Indiens, Chinas, Ägyptens und Annahme der einheitlichen Lehre des Gottes, die den Menschen von Krishna, Jesus Christus, Babaji, Sathya Sai und anderen Messias, Propheten und erfolgreichen Asketen dargelegt wurde, durch die ethische Verwandlung auf der Grundlage dieser Lehre des Gottes, durch die Aneignung der Methoden der psychischen Selbstregulierung und durch meditative Arbeit. Die Hauptrichtung der psychisch-energetischen Übungen für die Adepten ist die größtmögliche Entwicklung des geistigen Herzens. (Ausführlicher in den Büchern 7-9). In der Ausbildung soll auch der Ökologie und Psychologie der Aneignung der Grundlagen von medizinisch — hygienischen Kenntnissen und Erzielung der vollkommenen physischen Gesundheit große Aufmerksamkeit gewidmet werden. Auf dem wahren geistigen Weg sind Verirrungen wie "die Tötung des Leibes" durch Verzicht auf elementare Hygiene und medizinische Mittel zur Aufrechterhaltung der Gesundheit und durch erschöpfendes Fasten und Selbstverstümmlung unmöglich solche.

Der Mönchstatus ist unvereinbar mit solchem negativen Charakterzügen wie Begierde nach Akkumulation der Materialwerte, Habgier, Gewalt, Aggressivität, Verlogenheit, Empfindung eigener Wichtigkeit, egoistische Sexualität, Zorn, Neid, Eifersucht, mürrische und mutlose Stimmungen.

Die wichtigsten Werte eines echten Mönches (einer Nonne) sind das hohe Streben nach geistiger Vollkommenheit, einschließlich die intellektuelle Suche, unaufdringliche Sorgsamkeit um die anderen, kein Schadenzufugen (Ahimsa), Bereitschaft zum selbstlosen Dienen dem Wohl der Menschen.

Ein Mönch lebt und schätzt die Zeit, die Gott ihm für die Vervollkommnung in diesem Körper gegeben hat. Er lenkt sich auf die Suche nach "irdischen" Vergnügungen nicht ab. Er ißt gesunde und darum schmackhafte Nahrung nicht wegen des Vergnügens sondern wegen des Erhaltens der Energie, die für seine Entwicklung und sein Dienen notwendig ist.

Das Leben der wahren Mönche ist ein Leben der geistigen Krieger, die unentwegt mit ihrer Unvollkommenheit kämpfen und den anderen helfen. Es verläuft in Freude und Glück, die sich mit seiner und seiner Schüler zunehmender Vereinigung mit dem Schöpfer vergrößern.

Der Schöpfer bahnt zu sich den Weg für solche Asketen mit feurigen Händen und dem Mund der Göttlichen Lehrer und erwartet sie in Seinem Aufenthaltsort mit offenen Armen der Liebe.

 

Literaturverzeichnis

1. W.Antonow. "Die wahre Lehre von Jesus Christus." (auf russisch) S-Pb, 1996.

2. W.Antonow. "Wie erkennt man den Gott." (auf russisch) S-Pb, 1998.

3. W.Antonow. "Das göttlich Feuer. Die Praxis von Agni-Yoga." (auf russisch) S-Pb, 1997.

4. W.Antonow. "Kundalini, Atman, Gott. Die Beschreibung des geraden Weges." (auf russisch) S-Pb, 1997.

5. W.Antonow. "Die Ökologie des Menschenbewußtseins im mehrdimensionalen Raum." (auf russisch) S-Pb, 1998.

6. W.Antonow. "Gott sagt. Das Lehrbuch der Religion." (auf russisch) S-Pb, 1998.

7. W.Antonow. "Die geistige Praxis. Das Handbuch." (auf russisch) S-Pb, 1998.

8. W.Antonow. "Meditation das "Kreuz". Die Tiefen des Christentums." (auf russisch) S-Pb, 1998.

9. W.Antonow. "Das geistige Herz. Die Religion der Einheit." (auf russisch) S-Pb, 1999.

10. Uri Geller. "My Story." Robson books, 1975.

11. Yogananda. "Autobiography of a Yogi", "Crystal Clarity Pub.", 1999.

12. B. Cullen. "The Book of Jesus." POLUS.

13. V. Petriaev. "Die Gemeimnisse vom Tibet." (auf russisch)

14. Swami Rama. "Unter Meistern im Himalaya. Autobiographie." Goldmann, Mchn, 2000.

15. Sathya Sai Baba. "Upanishaden. Das Wissen vom Sein. Upanishad Vahini." Dietzenbach, 1999.

16. A.Syrkin. "Upanishaden." (auf russisch) M., 1967.

17. Elisabeth Haich. "Einweihung." Drei Eichen, Ergolding, 1994.


Hauptseite